Die energetische Sanierung

Ihre Heizung ist in die Jahre gekommen? Das Dach oder die Fenster sind undicht? Vielleicht braucht die Fassade einen neuen Putz? Dann ist das der ideale Zeitpunkt für die energetische Modernisierung Ihres Gebäudes. Damit können Sie den Wert Ihres Hauses dauerhaft steigern und gleichzeitig Energie und Kosten einsparen.

Je nach Alter ist der Energieverbrauch der meisten Gebäude noch immer sehr hoch: Im Schnitt sind es zwischen 150 und 230 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Mit der passenden Wärmedämmung oder einer modernen Heizungstechnik ist ein Energieverbrauch von 50 bis 100 Kilowattstunden pro Quadratmeter erreichbar. Doch so unterschiedlich wie die  Ausgangssituation der Gebäude sind auch die Möglichkeiten einer Sanierung. Eine fundierte und ganzheitliche Energieberatung kann helfen, ein umfassendes Sanierungskonzept zu erstellen.

Energetisch betrachtet kann ein Gebäude in zwei große Bereiche eingeteilt werden: Gebäudehülle und Anlagentechnik. Sind beide optimiert und gut aufeinander abgestimmt, liegt das Einsparpotenzial für Energie und Heizkosten zwischen 50 und 80 Prozent.

Modernisierung der Gebäudehülle


Bereits die Dämmung der Außenfassade senkt den Energieverbrauch eines Gebäudes um bis zu 25 Prozent. Bis zu weitere 17 Prozent bringt eine zusätzliche Wärmedämmung des Daches oder der oberste Geschossdecke. Je nach Gebäudeeigenschaften können die Einsparungen jedoch auch deutlich höher liegen.

Angesichts stetig steigender Energiekosten rechnen sich die Maßnahmen recht schnell. Dennoch sind sie zunächst mit hohen Investitionskosten verbunden. Das kann eine Finanzierung deutlich erschweren. Sinnvoll ist es daher, die energetische Modernisierung im Sanierungszyklus umzusetzen. Das heißt, der ideale Zeitpunkt ist genau dann, wenn sowieso eine Sanierung der Fassade oder des Daches ansteht.

Modernisierung der Anlagentechnik


Ist die Hülle energetisch optimiert, kann passend zum neuen Energiebedarf die Anlagentechnik konzipiert werden. Diese stellt nicht nur Wärme für die Beheizung der Räume, sondern zumeist auch Warmwasser bereit.

Um ein gut gedämmtes Haus mit Wärme zu versorgen gibt es häufig mehrere von Möglichkeiten und Kombinationen: Von der Fernwärmeversorgung, Brennwerttechnik kombiniert mit Solarthermie bis hin zu modernen Pelletheizungen.

Eine sinnvolle Alternative bieten zudem Wohnraumlüftungsanlagen. Sie leiten Luftfeuchtigkeit und -schadstoffe aus den Räumen ab, sorgen so für ein angenehmes Raumklima und damit für mehr Komfort. Sind sie zudem mit einer effizienten Wärmerückgewinnung ausgestattet, senken sie die Wärmeverluste auf ein Minimum.

Wer bei der Auswahl seiner neuen Heizung auf erneuerbare Energien setzt, investiert nicht nur in den Klimaschutz und damit in die Zukunft. Er erfüllt damit auch das in Baden-Württemberg geltende Erneuerbare-Wärme-Gesetz. Das EWärmeG sieht bei der Erneuerung einer zentralen Heizungsanlage vor, dass zumindest 10 Prozent des Wärmebedarfs mit erneuerbaren Energien gedeckt werden müssen.


Weiterführende Links:

Erfolgreich Sanieren in 10 Schritten - Ratgeber von Zukunft Altbau

Modernisierungs-Check von co2-online: Welche Maßnahme lohnt sich für mein Haus?

Quelle der Filme: DVD "Die Gläserne Baustelle", triolog / Energieagentur Regio Freiburg, 2007