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10.06.2014

Sanierte Freiburger Wohnlage „Alban-Stolz-Straße“ beeindruckt Vertreterinnen von Land und Bund

Am 28. Mai 2014 besuchten Silke Krebs, Ministerin im Staatsministerium Baden-Württemberg, und Kerstin Andreae, Freiburger Bundestagsabgeordnete für Bündnis 90 / die Grünen, die energetisch sanierte Wohnanlage „Alban-Stolz-Straße“ in Freiburg.

Baden-Württemberg ist Vorbild bei der Sanierung von Wohnungseigentumsgemeinschaften (WEGen): Als erstes Bundesland hat das Land ein attraktives WEG-Förderprogramm entwickelt und eingeführt. Am realen Projekt konnten die Politikerinnen eine beispielgebende Umsetzung des staatlichen Förderprogramms in Augenschein nehmen.


„Das Modellprogramm der Landesregierung zur Sanierung von Wohnungseigentümergemeinschaften strahlt über die baden-württembergische Landesgrenze hinaus“, so Rainer Schüle, Geschäftsführer der Energieagentur Regio Freiburg.

Das Förderprogramm mit Null-Prozent-Zins-Finanzierung findet bundesweit Beachtung, andere Bundesländer haben es mittlerweile adaptiert.
"Energetisches Sanieren in Wohnungseigentümergemeinschaften gelingt dann gut, wenn die politischen Rahmenbedingungen stimmen“, sagte Kerstin Andreae während des Besuches. Sie sieht in der Anlage einen Beleg dafür, dass auch der Bund für die WEGen mehr tun könne, um somit die eigenen Klimaschutzziele im Wohnungsbestand zu erreichen.

„Die Grünen werden sich auch auf Bundesebene dafür einsetzen, die Förderwege speziell für Wohnungseigentümergemeinschaften weiter zu verbessern“ versprach Andreae. Ein geeignetes Modell sei es, wenn der Bund Bürgschaften übernehme, mit denen energetische Sanierungen und altersgerechter Umbau unterstützt werden – gerade im Falle von Eigentümergemeinschaften, die sonst eine schwierige Verhandlungsposition gegenüber Banken hätten.


Auch Frank Spittler, Geschäftsführer der Gisinger Hausverwaltungs GmbH, die das Sanierungsprojekt koordinierte, lobte die von der Landesregierung entwickelten Fördermaßnahmen: “Die Sanierung hat auch deshalb so gut funktioniert, weil die Landesregierung das richtige Umfeld dafür geschaffen hat“. Die 339 Wohneinheiten an der Alban-Stolz-Straße erhielten 2012 eine neue Dämmfassade. Seitdem ist der Energieverbrauch, vor allem die Heizkosten, spürbar gesunken – gestiegen ist dagegen das Interesse potentieller Mieter/-innen und Eigentümer/-innen.

Das Video des Besuches und mehr Informationsmaterial finden Sie hier.